Hier sind Berichte zu Ausstellungen und Aktivitäten ab Jahr 2000, zur Geschichte der Großen Kunstschau und zum Förderverein Worpsweder Gesellschaft.
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2016 - Rückblick, Aktuelles und Vorschau:

+ Ab 6.11. Ausstellung Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2016 - mehr...

+ Jung im Museum: Aktionen in der Kunstschau - mehr...



Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2016

In der Ausstellung sind zu sehen:

Anna Bart (Stuhr, Nachwuchspreis)
das Künstlerduo Irena Eden und Stijn Lernout (Wien)
Waldemar Grazewicz (Osterholz-Scharmbeck, Sonderpreis)
Kornelia Hoffmann (Bremen)
Annika Kahrs (Hamburg)
Virgile Novarina (Paris, Hauptpreis)
Julian Öffler (Bremen)
Max Schaffer (Berlin)
Ralf Ziervogel (Berlin)

Darüberhinaus stellt der Sonderpreisträger in der Galerie Altes Rathaus in Worpswede vom 4.12.2016 bis 8.1.2017 aus.

Hier sind Einblicke in die Ausstellung in obiger Folge:



Anna Bart (Nachwuchspreis)



Irena Eden und Stijn Lernout



Waldemar Grazewicz, Sonderpreis



Kornelia Hoffmann



Annika Kahrs



Virgile Novarina, Hauptpreis



Julian Öffler



Max Schaffer



Ralf Ziervogel



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Symposium »Bernhard Hoetger und Worpswede«

Samstag, 27. August 2016, 11.00 bis ca. 15.30 Uhr
Worpswede, Diedrichshof, Ostendorfer Str. 27, 27726 Worpswede
Der Eintritt ist frei

Bernhard Hoetger und Worpswede: Eine produktive und bis heute umstrittene Verbindung. Die spannenden sechzehn Jahre, die Hoetger in Worpswede lebte und den Ort prägte, wurden bislang nur in Teilaspekten betrachtet. Es fehlt an einer Gesamtsicht auf Architektur, Kunst und Künstlerfreunde, Ideenwelt und Ideologien.

Daher lädt die Worpsweder Gesellschaft für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. (mehr Info) zu einem Symposium ein. Drei Referenten betrachten aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Thema »Bernhard Hoetger und Worpswede«. Die Veranstaltung findet an einem spannenden Originalschauplatz, dem »Diedrichshof«, statt, der auf den Grundmauern von Hoetgers 1923 niedergebranntem »Brunnenhof« steht und dessen Garten heute wieder die rekonstruierte Hoetger'sche Skulpturenanlage beherbergt.

Ablauf:

Begrüßung und Einführung durch Hildegard Armerding, Vorsitzende der Worpsweder Gesellschaft, sowie Katharina Groth und Björn Herrmann, Kuratorenteam der aktuellen Ausstellung »Bernhard Hoetger und die Expressiven«

»Bernhard Hoetger: Architektur, die bis heute aktuell ist«
Dr. Wolfgang Saal, Kunsthistoriker, Mainz
Hoetger zählt zu den ersten Künstlern, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegen den Naturalismus und die Kunst des Jugendstils wenden und zu neuen Ausdrucksformen finden, die zur Stilrichtung des Expressionismus zählen. Anhand von Bernhard Hoetgers Bauwerken in Worpswede veranschaulicht Wolfgang Saal, der zur Architektur des Künstlers promovierte, die Absichten des Künstlers und seine bis heute reichenden Visionen. Auch internationale Größen wie Peter Behrens, Antoní Gaudí, Walter Gropius, Bruno Taut und weitere werden zum Vergleich herangezogen.

»Linien des Lebens – Bernhard Hoetgers Wege und Irrwege«
Prof. Dr. Uwe Gonther, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Bremen
Uwe Gonther wagt aus klinischer Sicht einen Blick auf Hoetgers Leben und Werk. Sein Ziel ist es, ein Muster in den zahlreichen Umbrüchen und Wechseln der Standorte und Stilrichtungen zu erkennen. So entsteht ein stimmiges »Psychogramm« dieses an Widersprüchen reichen Künstlers, das eine neue Facette zu den tradierten Sichten auf Hoetger hinzufügt.

»Historisierende Piraterie - Karen Russo, Bernhard Hoetger und das Haus Atlantis«
Tim Voss, Künstlerischer Leiter der Künstlerhäuser Worpswede
Als Kooperation der Künstlerhäuser Worpswede mit den Worpsweder Museen ergänzt ein zeitgenössischer Beitrag die aktuelle Hoetger-Ausstellung in der Großen Kunstschau: Die israelische Künstlerin Karen Russo zeigt dort ihre Werke, die unmittelbare Bezüge zu Architektur und Weltanschauung Bernhard Hoetgers aufbauen. Tim Voss spricht über Karen Russos intensive Auseinandersetzung mit mythischen Orten im Werk Bernhard Hoetgers im Spannungsfeld von Kunst und Ideologie.

Ein kleines Fazit von Kathrina Groth:
"Die Veranstaltung ist gelungen! Für die Hoetger-Forschung wurde großes Interesse geweckt, auch für Hoetger-Experten gab es viele neue Ansichten durch drei sehr unterschiedliche Vorträge und Blickwinkeln. Unsere Ausstellung (und damit auch das ganze Museum) wurde dadurch nochmal in ein anderes Licht gerückt. 'Mehr davon', habe ich am gestrigen Tage häufiger gehört."

Hier sind einige fotografischen Impressionen von Matthias Jäger
(Klicken auf ein kleines Bild zeigt es größer):





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Bernhard Hoetger und die Expressiven

19.06. bis 23.10.2016

Im Rahmen der großen Sommerausstellung Die wilden Zwanziger - Worpswede expressiv (mehr Info...) stellt die Ausstellung Hoetger als Architekten, Bildhauer und Maler vor und lässt den Besucher erstmalig auch in seine Ideen und Gedankenwelt eintauchen.

Hoetger in Worpswede:
Der Universalkünstler Bernhard Hoetger (1874–1949) zählt in Worpswede zu den prägenden Künstlern der zwanziger Jahre – seine Bauten bestimmen bis heute das Ortsbild. Und auch die zweite malerische Blüte der Künstlerkolonie ist eng mit ihm verbunden: Künstler wie Bram van Velde, Willy Dammasch, Alfred Kollmar, Albert Schiestl-Arding und Otto Tetjus Tügel werden von Hoetger angezogen und schaffen in nur wenigen Jahren einen heute kaum bekannten expressiven Kunstkosmos. In der Rotunde wird ein Panorama der expressiven Worpsweder Maler gezeigt.

Bernhard Hoetgers Ideenwelt: Zeitgleich begibt sich Hoetger auf eine ideologisch riskante Suche nach einer neuen Welt. Aus den Versatzstücken der Weltkulturen konstruiert er nach und nach eine völkische, pseudoreligiöse Weltsicht, die 1930/31 mit dem Bau des Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße ihren Höhepunkt findet.

Nachfolgende Bilder zeigen diese beiden Ausstellungsstationen (Klicken auf ein kleines Bild zeigt es größer)



Hoetger in Worpswede



Bernhard Hoetgers Ideenwelt



Karen Russo: Bernhard Hoetgers Haus Atlantis

Die israelische Künstlerin Karen Russo (*1974) beschäftigt sich in den Medien Film und Zeichnung mit Mythologien und Relikten vergessener oder verschleierter Momente in der Geschichte.

Für ihr neuestes Projekt Haus Atlantis beschäftigte sie sich mit den komplexen Überlappungen von künstlerischen Ideen, Irrationalität und Nationalismus im Werk Bernhard Hoetgers.

Dafür filmte sie in dem gleichnamigen, 1931 von Hoetger in der Bremer Böttcherstraße gebauten Gebäude, in der Roselius-Sammlung in Schleswig, am Niedersachsenstein und im Teufelsmoor. Die Künstlerhäuser Worpswede, Produktions- und Förderstätte für aktuelle Kunst, haben mit der international ausgestellten Künstlerin und in Kooperation mit der Großen Kunstschau eine Ausstellung rund um diesen experimentellen Kurzfilm entwickelt, die als zeitgenössischer Beitrag zur Architektur und Weltanschauung Bernhard Hoetgers im Rahmen der Großen Sommerausstellung vom 19. Juni bis 23. Oktober 2016 ihre Weltpremiere feiert.



Karen Russo (Kooperation mit den Künstlerhäusern)



Dauerausstellung

Die Große Kunstschau zeigt während der Großen Sommerausstellung ein »Best of« der ersten Worpsweder Künstlergeneration im historischen Teil des Museums, einem abgetrennten Teil der Rotunde - so wie es auch schon ursprünglich 1927 angelegt war.



Dauerausstellung



Kinderecke in der Kunstschau



NEU ab Mai 2016

Im Bereich der Besuchergarderoben und der Schließfächer gibt es jetzt eine Kinderecke in farbenfrohem Grelb. Hier können sie malen oder den KinderKunstKoffer kennenlernen. Größengerechte Stühle sind für zwei Kinder und zwei Erwachsene da.
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Benefiz-Gala FAUST

Freitag, 4. März 2016, 19:30 Uhr

Benefiz-Gala Faust

Das Hohenloher Figurentheater zeigt ein Meisterwerk der Weltliteratur: "Doktor Johannes Faust", nach einer historischen Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert, mit ausdrucksstarken, großen Stabfiguren in vier Akten und einem Vorspiel.



Ausgehungert nach starken und besiegten Seelen rudert der vermoderte Fährmann Charon in seinem leeren Kahn über den Fluss Styx – ihn verlangt es nach höllisch kostbarer Fracht. Pluto, fettleibiger Höllenfürst, weiß um ein williges Opfer für magische Künste und "Teufelswerk". In seinem Studierzimmer wandert rastlos und ringend Doktor Faustus, sich den Grenzen seines Wissens und seiner Unwissenheit bewusst und daran verzweifelnd. Nur zu schnell schlägt er in den blutbesiegelten Pakt mit dem Bösen ein, hastet auf den Irrweg zur angeblichen Vollkommenheit ...

Zusammen mit der Kulturstiftung Landkreis Osterholz veranstaltet der Rotary Club Worpswede den "Faust" in der großen Kunstschau. Die Einnahmen sollen einem Kunstprojekt mit Kindern und behinderten Menschen zu Gute kommen.

Die ausverkaufte Aufführung war ein grandioser Erfolg.
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Worpsweder Köpfe

15.11.2015 bis 05.06.2016

Große Kunstschau und Worpsweder Kunsthalle zeigen in einer gemeinsamen Kooperation Worpsweder Kunstwerke. Jedes Haus setzt dabei ganz persönliche Schwerpunkt: Worpsweder Landschaften in der Kunsthalle, Worpsweder Köpfe in der Kunstschau.

Künstler und Musen, Bauern und Fremde, Traum- und Alptraumgestalten: Wir zeigen eine Auswahl von Porträts und Menschenbildern. Die Spannbreite reicht dabei von der Gründerzeit der Künstlerkolonie bis ins Hier und Heute.



Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Reise durch die Worpsweder Kunstgeschichte. So sind die Bauernbildnisse von Fritz Mackensen und seinen Schülerinnen Paula Modersohn-Becker, Ottilie Reylaender, Clara Rilke-Westhoff und Marie Bock ebenso zu sehen, wie (Selbst-)Bildnisse von Künstlern und ihren Musen. Unter ihnen – natürlich – Heinrich Vogeler und seine Frau Martha, aber auch Vertreter der Worpsweder Moderne wie Albert Schiestl-Arding und seine Frau Amsel. Darüber hinaus bietet die Ausstellung überraschende und atmosphärisch dichte Gegenüberstellungen von Worpsweder »Klassikern « mit Malern, die heute im Ort leben und arbeiten: So treffen die mystischen Gestalten Alfred Kollmars auf die Werke von David Didebulidze; Bilder des Surrealisten Richard Oelze stehen den geheimnisvollen Porträts des lange in Schottland arbeitenden Erik Hoffmann gegenüber.

Plastiken von Waldemar Otto und Bernd Altenstein sind genauso Teil der Schau wie Bilder von Karl Krummacher, Willy Dammasch, Otto Tetjus Tügel, Uwe Häßler, Waldemar Grazewicż und vielen anderen.

Und schließlich wird noch eine besondere Überraschung geboten – besonders für alle Besucher, die den aktuellen Bestseller-Roman »Konzert ohne Dichter« von Klaus Modick gelesen haben: Die Ausstellung entschlüsselt das zentrale Bild der Künstlerkolonie Worpswede – Heinrich Vogelers »Sommerabend« von 1905. Es geht um die Identität der dargestellten Köpfe, aber auch um Antworten auf Fragen wie: Wer ist eigentlich die rotblonde Frau zwischen Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff? Warum schaut Martha Vogeler so ernst und traurig? Und vor allem natürlich: Warum fehlt Rainer Maria Rilke, und wohin ist er verschwunden?

Hier ist ein Blick in die Ausstellung (Klicken auf ein kleines Bild zeigt es größer):





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